Lesungen

SAMSTAG 19.11.2011

 

Kai Splittgerber und Dorothea Huber inszenieren ‚Brehms Tierland’

 

Am Samstag um 16Uhr im Lokal, anschließend: Signier und Illustrationsstunde mit den Autoren.

 

Der geniale Tierforscher Edmund Alfred Brehm reist mit Kapitän Pamphile und einer skurrilen Mannschaft auf die geheimnisvolle Insel Tierland. Dort begegnet Brehm nicht nur unglaublichen Tieren, sondern auch seiner großen Liebe Mathilde, der wilden Tierlandfrau. Aber es lauert auch ein bösartiger Feind, der dem Tierforscher mit fürchterlichen Fallen nach dem Leben trachtet. Ein satirischer Abenteuerroman in dem sich absurder Witz und Spannung abwechseln, mit verblüffend einfallsreichen Illustrationen.

Speziell für Brehms Tierland wurde ein unterhaltsames Konzept für eine illustrierte Lesung entwickelt, bei der sich Vortrag, Text und Bild mit absurden Witz abwechseln, ergänzen und torpedieren.

 

Ulrike Almut Sandig liest Lyrik. Musikalisch begleitet von Marlen Pelny

Dichtung für die Freunde der Popmusik

 

Am Samstag um 18.30 im Lokal

 

Wo hört das Singen auf, wo fängt das Sprechen an? In ihrem Geschichtenband FLAMINGOS hat Ulrike Almut Sandig gezeigt, mit welch unterschiedlichen Stimmen man erzählen kann. Ihr neuer Gedichtband DICKICHT versammelt Texte, die beides in einem sind: liedhaft und erzählend. Hier kommt das Album über die Verwandtschaft zwischen Musik und gebundener Sprache: Mit MÄRZWALD laden Ulrike Almut Sandig und die Singer-Songwriterin Marlen Pelny in einen Wald aus Text und Musik. So rhythmisch wie klangvoll liest Ulrike Almut Sandig Gedichte aus ihren Bänden DICKICHT und STREUMEN; Marlen Pelny begleitet sie mit Gitarre und Stimme. Das Ergebnis ist ein dritter Weg neben Gedicht und Songpoetry und beglückt nebenbei auch die Freunde der Popmusik, die immer behaupten, Gedichte wären nichts für sie. Aber wer will schon weg, wenn »leis aus zwei blauen Boxen ein fast verschwundener Ozean rauscht«?

 

Nino Haratischwili liest aus ‚Mein sanfter Zwilling’

 

Am Samstag um 20 Uhr im Lokal

 

Die Geschichte einer Liebe zwischen zwei Menschen, die sich unmöglich lieben können – wegen des Schicksalsschlags, der sie zusammengebracht hat. Eine fatale Liebe zwischen zwei Menschen, die sich nur über einander definieren können und doch immer wieder versuchen, ihren eigenen weg zu gehen. Mit ‚Mein sanfter Zwilling’ legt Nino Haratischwili einen Roman vor, der ihr ganzes dramaturgisches Können mit virtuos erzählerischem Atem vereint und dessen Sprache gefärbt ist mit der Leidenschaft und den Bildern des Georgischen.

 

Albrecht E. Mangler liest aus ‚Veraschung’. Zusammen mit Jakob Meiner. Eine Lesung als Doppelconference: Albrecht E. Mangler und Jakob Meiner lesen pingpong aus Manglers Debütroman "Veraschung" und verzichten dabei keinesfalls auf isländische Specialeffects.

 

Am Samstag um 21.30 im Lokal

 

Paul arbeitet bei einem Unternehmen für Service ohne Service - sprich: Wenn beim Kunden alles falsch gelaufen ist, lässt Paul sich dafür beschimpfen. Wer oft genug von verärgerten Kunden als Arschloch tituliert wurde, erhält den Arschloch-Bonus. Klar, dass auch viele Fluglinien diese Dienste in Anspruch nehmen. Paul kauft sich ein Ticket nach Reykjavík. Dann die Aschewolke! Paul hat genug und trifft eine Entscheidung. Jetzt wird der Roman interaktiv: An dieser Stelle entscheiden die Leser, wie es weitergeht. Entweder kehrt Paul in seinen Münchner Alltag zurück oder er bleibt in Island, um Protagonist in einem THRILLER zu sein. Nach einer spannenden Abstimmung ist klar: Paul wird fliegen. Der Island-Thriller kann beginnen…  Einige Stunden später hat Paul zwei erschossenen Griechen den Flachmann gestohlen und eine isländische Profikillerin auf den Fersen. Zum Glück ist sein Kumpel Hans in Island. Aber es interessiert sich nun auch Ermittler Arni für den dubiosen Fall. Vom Erzähler selbst, der ganz eigene Interessen verfolgt, ganz zu schweigen...

 

 

 

SONNTAG 20.11.2011

 

Prosa aus dem Poetenladen:

Katharina Bendixen und Marie Martin lesen aus ihren Werken

 

Am Sonntag um 16 Uhr im Lokal

 

Berührend und mit eigenwilliger Poesie erzählt Marie T. Martin von ihren dünnhäutigen Helden, für die ein fremder Wohnungsschlüssel den Eintritt in ein neues Leben verspricht, die all ihre Hoffnungen auf einen spontanen Urlaub mit dem alten Schulfreund oder auf die Antwort ihrer geheimen Luftpost richten, und die manchmal von dieser Hoffnung nicht enttäuscht werden. Zumindest für einen kurzen Moment. 

Katharina Bendixen beschreibt in ihrem ersten Erzählband beklemmende Alltagssituationen, in denen Vertrautes und Abgründiges nebeneinander stehen. Da wird ein Urlaub in Mittelnorwegen zum Horrorszenario, der Nachwuchs überschwemmt das Familienhaus wie eine Rattenplage, und im Kellerlabyrinth einer anonymen Firma reihen sich Bestattungsräume für die Angestellten.

Jorinde Reznikoff und KP Flügel lesen aus ‚BOMB IT, MISS.TIC!’

Am Sonntag um 18 Uhr im Lokal

 

»Ich gestehe nicht, ich erkläre mich. Ja, ich habe mir einen Namen gemacht: Miss.Tic. Eines Nachts habe ich offenen Auges vor einer Mauer stehend das verweigert, was andere geschlossenen Auges akzeptieren. Aus einer Provokation heraus habe ich eine literarische Fiktion aus dem Schwarz der Wimperntusche geschaffen und Frauen gemalt, um der Sprache einen Körper zurückzugeben. Aus Frauenzeitungen stammen die Frauenbilder, die von mir verfremdet werden. Ich entwerfe aus ihnen ein bestimmtes Image der Frau, nicht um es zu bewerben, sondern um es zu befragen. Ich unterziehe weibliche Positionen einer Art von Inventur.
Welche Haltung wählen wir, um zu existieren? Weder male noch schreibe ich meinen persönlichen Roman. Mir geht es darum, als Künstlerin und als Frau in der Stadt und der kreativen Welt Stellung zu beziehen. Kreieren heißt Widerstand leisten. « Miss.Tic

Achtung:

Leider wird Martin Semmelrogge am Samstag nicht lesen können.

Die Lesung findet dennoch wie geplant statt, Der Verleger Volker Dittrich wird aus den Werken von Georg Meier lesen.

 

Martin Semmelrogge liest  aus Georg Meiers Werken

 

Am Sonntag um 20Uhr im Saal des Kulturhaus III&70

 

Temporeich, salopp und lebensnah erzählt Georg Meier, Autor von ALLE WAREN IN WOODSTOCK - AUSSER MIR UND DEN BEA­TLES, in seinen Stories vom gesellschaftlichen Abseits. Ex-Beatnik und Haschisch-Dealer Meier foppt den Leser mit Klischees und Vorurteilen. Seine Sätze nehmen so überraschende Wendungen wie die abgedrehten Plots der Stories. Witzig, ironisch, nachdenklich und immer herrlich politisch unkorrekt - das ist Georg Meier! Wie auch in seinen Vorgängerromanen runden diverse Rock‘n‘Roll-Zitate die furios erzählten Stories ab.

Martin Semmelrogges „rabaukiges“ Image, sein Alter und seine unverwechselbare Stimme haben auf der Suche nach einem Inter­preten für Meiers Texte sofort überzeugt.

 

martin_semmelrogge_liest_hotels_1.mp3
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